Ziergräser – pflegeleicht und dekorativ

Ziergräser werten jeden Garten auf: Sie sind anpassungsfähig, kommen im Sommer mit trockenen Perioden klar und sehen auch im Winter toll aus. Wir verraten dir, welche Gräser winterhart, ein- oder mehrjährig sind, die pralle Sonne oder den kühlen Schatten mögen und wann du sie am besten schneidest.

Ob zur Dekoration oder als Sichtschutz – Ziergräser sind vielseitig!
Ziergräser wie das grün-gelb gestreifte Zebragras, die silbergraue Rutenhirse oder leuchtend rotes Chinaschilf sind echte Hingucker in deinem Garten. Und hohe Sorten wie Pampasgras sind ein idealer Sichtschutz!

Die beste Pflanzzeit für fast alle Sorten ist der September. Zurückgeschnitten wird im Frühjahr – und das in der Regel kräftig. Bei den meisten Ziergräsern lässt du nur eine Handbreit stehen und die Pflanze treibt gesund neu aus. Im Winter kannst du alte Stiele und Blätter als Frostschutz nutzen.

Zur richtigen Zeit und am richtigen Standort gepflanzt, sind Ziergräser besonders pflegeleicht. Allerdings hat jede Art ihre Eigenheiten:

Chinaschilf
Das aus Ostasien stammende Chinaschilf gibt es in hoch- und niedrigwachsenden Varianten. Die hochwachsenden Sorten dienen mit ihren bis zu 2 m Höhe als perfekter Sichtschutz. Die Blätter des Chinaschilfs sind schmal und meist dunkelgrün. Einige Sorten entwickeln mehrfarbiges, panaschiertes Laub, zum Beispiel das „Kleine Zebraschilf“.

  • Blüte: August bis Oktober, zart-gefiederte, silbrigweiße bis silbrigrosa Blütenwedel (meiste Arten und Sorten)
  • Standort: sonnig, in lichtem Schatten wächst es weniger üppig
  • Boden: sandig bis lehmig
  • winterhart
  • mehrjährig

 

Rutenhirse
Die Rutenhirse ist in Nordamerika beheimatet. Die robuste, trockenheitsverträgliche, anpassungsfähige und dekorative Rutenhirse wurde übrigens zur Staude des Jahres 2020 gewählt.

  • Größe: bis 1,5 m
  • Blüte: August bis Oktober, zarte, silbergraue Ähren, z. T. braunrote Ähren (z. B. „Strictum“)
  • Standort: sonnig
  • Boden: durchlässig, bei nassem und schwerem Boden werden ggf. keine Blütenstände ausgebildet
  • winterhart bis bis ungefähr -25 °C
  • mehrjährig

 

Lampenputzergras
Das Lampenputzergras (auch Federborstengras) stammt ursprünglich aus tropischen Regionen. Um die Pflanze über den Winter zu bringen – besonders in rauen Lagen – solltest du sie besonders im ersten Standjahr vor Frost zu schützen. In der Regel reicht es, wenn du Reisigzweige großzügig um die Pflanze verteilst.

  • Größe: 60 bis 100 cm
  • Blüte: fedrig-flauschige Blütenrispen, oft mit weißen Spitzen; Blattwerk färbt sich im Winter gelb
  • Standort: sonnig
  • Boden: durchlässig und nährstoffreich, keine Nässe!
  • bedingt winterhart (Achte auf die Hinweise zu den einzelnen Sorten: Das rotlaubige „Afrikanische Lampenputzergras“ zum Beispiel verträgt den kalten Regen in den Wintermonaten nicht.)
  • mehrjährig (meiste Arten)

Tipp: Schwarzes Lampenputzergras ist eine relativ neue Sorte: Mit den fast schwarzen, ährenförmigen Blüten sorgst du für stylische Akzente in deinem Garten!

 

Pampasgras
Pampasgras ist in Argentinien beheimatet und wegen seiner imposanten, oft cremefarbenen Blütenstände eines der bekanntesten Ziergräser. Allerdings ist hier Geduld gefragt: Pampasgras blüht im Beet oft erst nach drei bis vier Jahren. Die oft langen Gräser solltest du im Winter zusammenbinden, damit keine kalte Nässe in den Horst eindringt.

  • Größe: bis 3 m
  • Blüte: weiße oder rosafarbene Blüten
  • Standort: sonnig
  • Boden: durchlässig und nährstoffreich, auf keinen Fall trocken oder zu feucht
  • bedingt winterhart (Je nach Standort braucht dein Pampasgras etwas zusätzlichen Schutz im Winter.)
  • mehrjährig

Tipp für den Winter: Stopfe den unteren Teil der Pflanze mit Zeitungspapier aus und binde kurz darüber die Halme zusammen. So ist dein Pampasgras besser vor der Kälte geschützt.

 

Seggen
Seggen sind in Nordamerika, Ostasien und Europa beheimatet. Die Segge – im Handel auch unter ihrem botanischen Namen „Carex“ bekannt – hat je nach Sorte unterschiedliche Vorlieben. Die immergrüne Japan-Segge und die Gartensegge eignen sich zum Beispiel perfekt für dein Schattenbeet!

  • Größe: bis 50 cm, die Riesen-Segge wird jedoch deutlich höher
  • Blüte: April bis Mai, bräunlich-gelbe Ähren (Japan-Segge)
  • Standort: schattig (Japan-Segge und Gartensegge)
  • Boden: viele Sorten tolerieren feuchte bis nasse Böden
  • winterhart (meiste Sorten)
  • mehrjährig (meiste Sorten)

Tipp: Seggen kannst du gut mit Rhododendron zusammen pflanzen!

 

Mähnengerste
Die Mähnengerste ist in Nordamerika beheimatet. Im Gegensatz zu vielen anderen Gräsern ist die Pflanze einjährig. Lässt du die Pflanze reifen, sät sie sich in milden Regionen selbst aus.

  • Größe: bis 70 cm
  • Blüte: Frühsommer bis Anfang September, zartrosa bis purpur gefärbte Grannen
  • Standort: sonnig
  • Boden: nährstoffreich bis durchlässig
  • nicht winterhart; junge Pflanzen brauchen nach dem Auspflanzen einen Schutz vor Spätfrost
  • einjährig

Dein Thema ist nicht dabei?

Frag unseren Experten

Unser Gartenprofi John beantwortet deine Fragen und berät dich gerne zu allen Gartenthemen. Außerdem freut er sich immer über neue Themenvorschläge für den Honda Park.