Holzterrassen bauen – So findest du die richtigen Terrassendielen

Holzdielen oder Holzfliesen? Bangkirai-Terrassendielen oder Lärche? Oder doch WPC-Dielen? Wer seine Terrasse bauen möchte, hat eine große Auswahl. Wir helfen bei der Orientierung.

Terrassen aus Holz sehen gut aus und sind wohnlich. Holzterrassen lassen sich außerdem relativ schnell und leicht bauen. Der Handel überschlägt sich mit Terrassenbau-Sets und Schritt-für-Schritt-Anleitungen für DIY-Fans. Bevor du loslegst, solltest du dir aber etwas Zeit nehmen, um die richtigen Terrassendielen für dich zu finden.

Widerstandsfähige Terrassendielen auswählen

Holzterrassen sind schön, müssen aber viel aushalten: Sonne, Regen, Pilze, Insekten und der Kontakt mit dem Erdboden können Terrassendielen ganz schön zusetzen. Deshalb solltest du auf sehr widerstandsfähige Hölzer setzen.

Das bekannteste Hartholz für Terrassen ist wahrscheinlich Bangkirai. Genau genommen ist Bangkirai keine Baumart, sondern ein Sammelbegriff für asiatisches Tropenholz mit scheinbar idealen Qualitäten: Es bleibt lange schön und stabil, ist weitestgehend resistent gegen Pilze und Insekten und dabei auch noch preisgünstig. Perfekt für eine Holzdiele also?

Gegen die Verwendung vieler Tropenhölzer spricht der Umweltaspekt: Durch den Holzeinschlag verschwinden jedes Jahr rund 13 Millionen Hektar Regenwald – und mit ihnen wertvolle Ökosysteme.
Label, die Holz aus dem Regenwald als umweltverträglich zertifizieren, gelten leider nicht immer als seriös. Zudem kann die Holzqualität sehr unterschiedlich ausfallen.

Holzdielen aus Lärche, Douglasie oder Eiche

Auf der sicheren Seite für deine Holzterrasse bist du, wenn du stattdessen auf heimische Hölzer setzt. Terrassendielen aus Douglasie, Lärche, Robinie, Kastanie oder Eiche gelten als umweltverträglichere Alternativen und können so verbaut und gepflegt werden, dass sie ähnlich langlebig wie Bangkirai sind. Besonders robust, aber auch teuer, ist das Holz der Eiche: Als Terrassendiele wird ihr eine Haltbarkeit von 15–20 Jahren bescheinigt. Auch sogenanntes Thermoholz, heimische Holzarten, die in einem speziellen Verfahren mit Öl oder Wasserdampf behandelt werden, sind eine langlebige Alternative für deine Holzterrasse.

Irgendwann aber wird jedes Holz trocken und splittert. Vor allem, wer Kinder hat, will meist sichergehen, dass sich keine Splitter in kleine Kindefüße bohren. Die Alternative zu Holzdielen sind Terrassendielen aus einem Mix aus Holz und Kunststoff. Sogenannte WPC-Terrassendielen (Wood-Plastic Composites) werden aus einem Holz-Kunststoffgemisch hergestellt, splittern nicht und sind durch ihren Kunststoffanteil nahezu unverwüstlich. Ein kleines Manko ist, dass WPC-Dielen eben nicht 100 % Natur sind. Unser Umwelt-Tipp: Nur hochwertige WPC-Dielen verlegen sowie Dielen, die recycelte Kunststoffe verwenden.

Holzdielen regelmäßig ölen

Auch der Pflegeaspekt spricht für eine WPC-Terrasse. Denn während alle Hölzer witterungsbedingt ausbleichen und regelmäßig geölt werden sollten, sieht die WPC-Terrassendiele auch nach Jahren im Freien noch so aus wie am ersten Tag. Wem es also nicht ganz so wichtig ist, ein Naturprodukt unter seinen Füßen zu haben, für den ist die WPC-Terrassendiele eine gute Alternative.

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