Stockrosen: Tipps rund um Aussaat und Pflege

Stockrosen gelten als Klassiker der Bauerngärten und werden auch in urbanen Gärten und Hinterhöfen immer beliebter. Kein Wunder: Die Rosen werden bis zu drei Meter hoch und passen hervorragend zu Margeriten, Rittersporn und Lupinen. Doch nicht nur das: Auch als einzelne Pflanze sind sie ein echter Hingucker! Wir verraten dir, wann und wo du Stockrosen am besten aussäst – und was du bei ihrer Pflege beachten solltest.

Stockrose, Bauernrose oder Stockmalve?

Stockrosen (Alcea) gehören zur Familie der Malvengewächse – und sind unter zahlreichen verschiedenen Namen bekannt. Vielen Hobbygärtnern ist die Stockrose etwa als Bauernrose oder je nach Region auch als Pappelrose bekannt. Auf Saattütchen aus dem Gartencenter liest man außerdem nicht selten die Bezeichnung „Bauernstockrose“. Bei Gärtnern ist die Pflanze neben ihren lateinischen Bezeichnungen auch unter den Namen Stockmalve bekannt.

So wählst du die perfekte Stockrose für deinen Garten

Die Gattung der Stockrose ist variantenreich: Bis zu 60 Arten können unter die Pflanzengattung gefasst werden. Hier bekommst du einen Überblick über die wichtigsten Sorten – und findest die Stockrose, die am besten in deinen Garten passt.

Die verbreitetste Art ist die Gewöhnliche Stockrose (Alcea rosea). Ihre vielfältige Farbpalette reicht von dunkelviolett über lila bis pink, von rot bis rosa, von orange über gelb bis hin zu weiß. Sie wird in der Regel etwa 2,50 m groß.

Wer seinen Garten mit blassen, pastelligen Farbtönen verschönern möchte, greift stattdessen am besten zur hellrosa Alcea biennis. Besonders vor dunklen Mauern oder Zäunen wird sie zum echten Garten-Highlight. Nicht verwirren lassen: Manchmal findest du die Alcea biennis auch unter dem Namen Blass-Pappelrose.

Die Russische Stockrose (Alcea rugosa) – auch als Ausdauernde Stockrose bekannt – blüht ebenfalls in hellen Farben. Für Stockrosen-Anfänger ist sie die erste Wahl, da sie sehr robust ist und nur selten von der Stockrosen-Krankheit Malvenrost befallen wird. Aber Vorsicht: Gefüllte Exemplare sind empfindlicher als „einfache“ Stockrosen – sie gelten als anfällig für Krankheiten! Ein weiterer Vorteil von ungefüllten Sorten: Sie dienen als zuverlässige Nahrungsquelle für Insekten und locken Schmetterlinge und Bienen in deinen Garten.

Stockrosen aussäen und pflegen – so geht’s:

1. Der richtige Zeitpunkt

  • Für die Aussaat im Freiland ist die Außentemperatur von großer Bedeutung. Denn: Die Pflanzen und die Samen mögen es warm. Besonders geeignet sind deshalb die Monate August und September. Behalte aber im Hinterkopf: Stockrosen, die nicht vorgezogen wurden, blühen immer erst im zweiten Jahr.
  • Du hast die Aussaat im Spätsommer verpasst? Kein Problem: Du kannst die Stockrosen genauso im Frühjahr oder Frühsommer aussäen. Die Blüte erscheint dann im Folgejahr.
  • Extra-Tipp: Stockrosen am besten im Freiland ziehen! So sind sie weniger empfindlich als Stockrosen, die du in der Wohnung vorgezogen hast.

2. Der ideale Standort

  • Viel Sonne, nahrhafte Gartenerde und ein durchlässiger Boden – sind diese Faktoren erfüllt, steht der Entwicklung deiner Stockrosen nichts im Weg. Da Stockrosen aus dem Mittelmeerraum stammen, vertragen sie warme, windgeschützte Standorte besonders gut. Im Idealfall pflanzt du deine Stockrosen vor einer Südwand.
  • Extra-Tipp: Du hast dich für die Alcea ficifolia entschieden? Diese Sorte bevorzugt nährstoffreiche, durchlässige Böden mit sandigen Anteilen. Misch einfach etwas Sand in das Substrat – schon gelingt dir auch diese Sorte!

3. Aussaat, Abdeckung, Bewässerung

  • Stockrosen wachsen groß und haben tiefe Wurzeln. Halte bei der Aussaat daher möglichst einen Abstand von 40 bis 60 Zentimetern Auf manchen Saattütchen wird ein Abstand von 30 Zentimetern empfohlen. Das ist durchaus möglich, begünstigt durch den geringen Abstand aber den Malvenrost.
  • Stockrosen gehören zu den Dunkelkeimern. Bedecke die Samen also mit einer dünnen Schicht Erde – eine Saattiefe zwischen zwei und drei Zentimetern ist hierfür ausreichend. Die Erde solltest du anschließend mit einer Handschaufel festdrücken. Wichtig: Angießen nicht vergessen! Wenn du die Samen feucht und warm hältst, beginnen sie nach etwa zwei Wochen zu keimen.
  • Gib am besten jeweils zwei bis drei Samen mit einem Abstand von etwa 5 Zentimetern in eine Mulde. So kannst du dir später die kräftigste Jungpflanze aussuchen – den Rest jätest du, um die Pflanzabstände beizubehalten.
  • Extra-Tipp: Achte darauf, dass der Boden vor der Aussaat gelockert und von Unkraut befreit ist. So stellst du sicher, dass die Wurzeln der Stockrosen möglichst leicht und tief in die Erde eindringen können.

4. Die Pflege: Schnitt und Wiederaussaat

  • Sobald deine Stockrose das zweite Jahr erreicht hat, schneidest du sie nach der Blüte auf etwa 10 Zentimeter zurück. So verhinderst du gleichzeitig, dass sich die Stockrose selbst aussät und wild im Beet verteilt. Möchtest du das Aussäen gezielt fördern, nimmst du nach dem Abblühen die kleinen trockenen Samenpakete ab, öffnest sie und säst die Samen direkt ins Beet.
  • Extra-Tipp: Stockrosen sind zweijährige Pflanzen. Behalte die Abstände im Blick und kümmere dich um die regelmäßige Bewässerung – dann bleiben dir die Blumen durch die Selbstaussat über viele Jahre hinweg erhalten!

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