Stauden pflanzen? Am besten im Herbst!

Blühende Gärten mit Stauden

Warum ist der Herbst die beste Jahreszeit für Stauden?

Stauden sind mehrjährig und winterhart. Sie erfreuen ihre Besitzer jedes Jahr aufs neue mit ihrer vielfältigen und üppigen Blütenpracht. Und nicht nur die Besitzer, denn Insekten lieben Stauden ebenso. Wer Stauden in seinen Garten pflanzt tut ganz automatisch etwas für die heimischen Bienenarten.

Fragt man einen Gartenexperten, welche die beste Jahreszeit für das Pflanzen der meisten Stauden ist, wird der mit ziemlicher Sicherheit sagen: „Herbst“. Doch warum ist das so?

Wer seine Stauden im Herbst in den Garten pflanzt, wird im nächsten Jahr belohnt durch kräftigeren Wuchs und eine besonders schöne Blütenpracht. Das liegt an ein paar Besonderheiten des Herbstes. Das oberirdische Wachstum der Pflanzen ist zwar abgeschlossen, unter der Erde ist das aber noch lange nicht der Fall. Im Gegenteil, der noch warme Boden ist ideal für das Wurzelwachstum der Stauden. Milde Temperaturen und genügend Regen helfen den Pflanzen beim Anwachsen und für einen optimalen Start in den Frühling.

Das gilt natürlich nur für die Stauden, die nicht frostempfindlich sind. Frostempfindliche Stauden wie Lilien dagegen pflanzst du besser nach dem letzten Frost im Frühjahr.

Sonnenstauden oder Schattenstauden?

Willst du ein Blütenparadies in deinem Garten, achte beim Pflanzen deiner Stauden bitte genau auf den Standort. Liegt der Ort überwiegend im Schatten, solltest du sogenannte Schattenstauden wählen. Das sind etwa Bergenien oder Christrosen. Liegt das Beet dagegen immer in der vollen Sonne, wähle am besten Sonnenstauden. Viele Sonnenstaudenarten, wie die Fetthenne, können mit Hitze und Trockenheit sehr gut umgehen, da sie Wasser speichern können. Es gibt aber auch Sonnenstauden, wie den Sonnenhut, die Wasser und feuchte Böden benötigen. Es gilt also vor allem eins: Triff die Auswahl deiner Staudenart erst, nachdem du dir die Beschaffenheit des Pflanzortes ganz genau angeschaut hast.

Du weißt jetzt wann du welche Stauden wo pflanzen solltest. Bleibt noch zu erklären, wie du sie am besten in die Erde setzst.

Unsere Pflanztipps für deine Stauden

  • Beim Pflanzen deiner Stauden ist Planung wichtig. Mach dir Gedanken, wie dein Beet aussehen soll. Pflanz Herbstblüher besser nach hinten in dein Beet, damit die Sommerblüher voll zur Geltung kommen.
  • Lockere vor dem Pflanzen den Boden auf und entferne in unmittelbarer Nähe alle Unkräuter aus dem Erdreich. Die Stauden entwickeln sich dann gut, wenn sie vor beim Anwurzeln nicht in Konkurrenz zu anderen Pflanzen stehen – noch dazu zu welchen, die du eigentlich in deinem Garten gar nicht möchtest.
  • Beim Schaufeln des Pflanzloches denk bitte daran, dieses etwa doppelt so tief und breit auszuheben wie der Wurzelballen groß ist. Sehr trockene Wurzelballen wässerst du gut durch, bevor du sie ins Erdreich setzt.
  • Gib bitte etwas Langzeitdünger oder am besten Kompost in das Pflanzloch, bevor du die Stauden einsetzt.
  • Die Pflanzerde kannst du mit ein wenig Sand durchmischen. Beim Einpflanzen der Stauden, drücke bitte die Erde rund um die Pflanze gut an. Auch wenn jeder Hobbygärtner das eigentlich weiß, sei noch mal gesagt, dass dies wichtig ist für die Entwicklung der Pflanze.
  • Damit deine Stauden gut anwurzeln, solltest du sie nach dem Pflanzen kräftig gießen.
  • Am Ende noch eine Schicht aus Rindenmulch oder Humus aufbringen. Das stärkt und schützt deine neuen Stauden.

Große Auswahl an Herbststauden

Im Herbst, wenn die Sommerblüher ihre Pracht verloren haben, kommt die Stunde von Astern und Herbst-Anemonen. Die bekanntesten Herbststauden sind wahrscheinlich die Astern. Wenn sie genügend Sonne haben und in den Sommermonaten kräftig gegossen wurden, blühen Sie je nach Sorte bis in den tiefen Oktober hinein. Perfekt für dein Staudenbeet im Herbst. Die Herbstanemonen-Fans lieben die zarten Blüten in Pastelltönen. Ein wichtiger Tipp: Richtig winterhart wird diese Sorte erst nach zwei Jahren. Also bis dahin im Winter gut abdecken.

Zu den hochwachsenden Herbststauden gehört zum Beispiel der bis in den Oktober violettblau blühende, bis zu 1,50m wachsende (giftige) Eisenhut oder die gelbblühende Goldgarbe. Phlox kennen viele als Sommerstaude. Es gibt aber auch Sorten, die im Herbst blühen: unkompliziert und tolle Farbtupfer!

Eine weitere winterharte Staude, die robust und zudem ein toller Eyecatcher ist, ist die Fetthenne. Eine perfekte Staude für den faulen Gärtner. Sie überlebt auch im ungeschützten Kübel und wird – da anfällig für Wurzelfäule – nur gegossen, wenn die oberste Erdschicht abgetrocknet ist.

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