Einfaches Gemüse: Wenig Aufwand und so gesund

Salat mit selbstgezogenen Radieschen. Pommes aus Eigenernte und blauer Kohlrabi als Hingucker? Mit „einfachem“ Gemüse starten, beim Pflanzen einige Tipps zu Anzucht und Abständen beachten – und schon kannst du dich bei der Ernte über frisches Gemüse freuen! Wer selbst gesundes Gemüse pflanzen und ernten möchte, beginnt am besten mit diesen „Easy Five“!


Radieschen: Gelingen immer

Radieschen sind ideal für Einsteiger, die ihr erstes Gemüse pflanzen wollen. Sie werden immer direkt ausgesät. Das Loch für die Samen mit dem Finger circa einen cm tief vorbereiten. Zwei bis drei Samenkörner einlegen und mit etwas Erde bedecken. Bei guter Qualität gehen fast alle Samen auf und schaffen sich im Laufe des Wachstums genügend Platz. Nach drei Wochen kannst du das Gemüse ernten.

Salat: Herz über der Erde lassen

Gekaufte Salatsetzlinge im Abstand von 20 bis 25 cm flach ins Beet setzen. Wenn du das Gemüse pflanzen willst, solltest du darauf achten, dass Blätter und Herz nicht unter der Erde liegen. So kannst du sicherstellen, dass die Pflanzen nicht faulen. Für den Anfang besser keinen Kopfsalat auswählen: Schnecken mögen weiche Blätter. Tipp: Setzlinge immer vorsichtig angießen!

Kohlrabi: Nebeneinander anbauen

Kohlrabi ist ein guter Beetpartner für Salate und Radieschen. Die Setzlinge im Abstand von 25 cm und nicht zu tief setzen (Blattansatz bleibt oberirdisch). Die Knollen regelmäßig gießen, damit sie nicht aufplatzen, das gilt auch für Radieschen. Jungpflanzen gibt es für weiße und blaue Sorten. Die Sorte „Azur Star“ sorgt für schöne blaue Akzente in deinem Beet!

Tomaten: Mit einer Portion Extradünger

Tomaten werden sehr tief gesetzt, mindestens bis zu den Keimblättern, das sind die untersten, länglichen Blätter. Rechne mit 50 cm Abstand zwischen den Tomaten, wenn du planst, das Gemüse zu pflanzen. Freilandtomaten wachsen bis zu zwei Meter  hoch – damit sie nicht abknicken, an Stützen denken. Als Starkzehrer vertragen Tomaten eine oder zwei Extradüngungen. Freu dich darauf, dein leckeres Gemüse ernten zu können!

Kartoffeln: Erde anhäufen

Kartoffeln gelingen immer! Und ganz nebenbei sorgt das regionale Gemüse in Beeten für einen lockeren Boden. Saatkartoffeln in Rillen setzen und „anhäufeln“: Diese Extraschicht Erde schützt die Kartoffeln vor Licht und verhindert die Bildung des giftigen Solanins. Sobald die Blätter welken, kannst du das Gemüse ernten. Tipp: Zu Anfang verschiedene Sorten des Gemüses anbauen und so langsam die eigene Lieblingskartoffel entdecken.

Wann ins Beet? Radieschen ab Ende März, Salat und Kohlrabi im April, Kartoffeln Mitte/Ende April und Tomaten ab Mitte Mai.

Basic-Tipps für dein erstes Gemüsebeet

Der Standort: Gemüsepflanzen brauchen viel Sonne. Achte also auf eine sonnige Lage deines neuen Gemüsebeets. Falls möglich, plane das Beet so, dass das die Wege für das Wässern der Pflanzen nicht zu lang werden.

Der Boden: Samen und kleine Pflanzen entwickeln sich am besten in Beeten, die frei von Wurzeln, Un- oder Beikräutern sind. Die Erde sollte locker sein, damit auch zarte Keimlinge eine Chance haben. Mulch tut gut und eine Zugabe von Sand kann lehmigen Boden verbessern.

Die Maße: Eine Beetlänge von zwei bis vier Meter reicht fürs erste. Bei einer Breite von 1,20 m kannst du vom Beetrand gut die Mitte erreichen, ohne das Beet betreten zu müssen.

Das Gießen: Am besten morgens wässern, da Blätter und Laub möglichst trocken in die Nacht gehen sollten. So beugst du Pilzbefall vor.

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