Dieses Gemüse solltest du im Winter vorziehen

Vorsprung für Tomate & Co. Wenn du die richtigen Sorten vorziehst, hast du im Sommer Gemüse satt!

Gemüse vorziehen! So sorgst du für eine reiche Ernte

Das Ende des Winters ist der ideale Zeitpunkt, Paprika & Co. vorzuziehen. Eine Tüte Samenkörner, die richtige Erde und schon kann’s losgehen. Die Gemüsepflänzchen werden in kleinen Töpfen oder Eierkartons auf der Fensterbank vorgezogen und punkten später im Freien mit einem kleinen Wachstumsvorsprung!

1. Die besten Gemüsesorten zum Vorziehen sind wärmebedürftige Gemüsearten wie Tomaten, Auberginen, Paprika und Zucchini. Die Vegetationsperiode im Freiland reicht hier selten aus, um gute Ernten einzufahren.

Möhren, Radieschen, Erbsen, Bohnen, Rote Bete, Rettich und andere Wurzelgemüse gedeihen dagegen besser, wenn sie direkt ins Freiland gepflanzt werden.

2. Der richtige Zeitpunkt: Gemüsesorten mit langer Keimdauer wie Auberginen, Paprika, Chili und Peperoni kannst du schon ab Mitte/Ende Februar einsäen. Alle anderen Samen sollten erst im März in die Erde kommen.

3. Die richtige Erde: Für das Vorziehen benutzt du am besten Aussaat-Erde. Sie enthält im Gegensatz zur normalen Blumenerde kaum Dünger und sorgt dafür, dass die jungen Pflanzen kräftig, aber nicht zu schnell wachsen.

Tipp: Du kannst die Aussaat-Gefäße auch zur Hälfte mit herkömmlicher Pflanzerde füllen und darauf eine gleich starke Schicht Aussaat-Erde verteilen. So bilden die Sämlinge zunächst viele Wurzeln und wachsen anschließend in die nährstoffreichere Erdschicht hinein.

Gewächshaus oder Töpfe? Damit die Samen keimen, brauchen sie Wärme und eine möglichst hohe Luftfeuchtigkeit. Ein Mini-Gewächshaus bietet dafür ideale klimatische Bedingungen, ist aber nicht unbedingt notwendig. Es reichen kleine Töpfe, die du später mit Folie oder Einmachgläsern abdeckst.

Tipps für das richtige Säen

  • Das Pflanzgefäß zu zwei Dritteln mit Erde füllen. Das letzte Drittel mit gesiebter Aussaat-Erde fast bis zum Rand auffüllen und leicht andrücken, die Oberfläche sollte eben sein.
  • Saat gleichmäßig einstreuen.
  • Je nach Anleitung auf dem Samentütchen die Körner mit etwas Aussaat-Erde übersieben.
  • Vorsichtig angießen. Dafür eignet sich eine Gießkanne mit Haarbrause – sonst schwemmen die Saatkörner weg.
  • Abdeckungen auf die Gefäße setzen und regelmäßig gießen.

Sobald sich die Keimblätter entfalten, kannst du die Abdeckung entfernen und das Gefäß kühler stellen.
Wenn die Sämlinge zwei Blattpaare entwickelt haben, kannst du sie vereinzeln (pikieren). Sie brauchen jetzt mehr Platz, außerdem konkurrieren sie um Licht, Wasser und Nährstoffe. Also ab in einen eigenen Topf!

Und ab ins Gemüsebeet

Die Regel, wärmebedürftige Pflanzen erst nach den „Eisheiligen“ (11.– 15. Mai) auszupflanzen, passt nicht immer. Wichtig ist, die Pflanzen vor Frost zu schützen. Manche Gärtner raten, die Pflanzen vor dem Auspflanzen langsam an ihr Outdoor-Leben zu gewöhnen und die Sämlinge im Topf stundenweise und/oder in frostfreien Nächten draußen abzuhärten. Aber auch ohne Gewöhnungsphase und den ständigen Blick auf die Wetter-App schaffen es die meisten Pflänzchen, groß und stark zu werden!

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