Rhabarberzeit! Tipps zum Ernten und Pflanzen von Rhabarber

Rhabarber ist gesund und sieht gut aus. Rhabarber ist auch für Anfänger leicht zu pflanzen, zu pflegen, zu ernten und als eines der wenigen Gemüse sogar winterhart! Zur Erntezeit taucht Rhabarber in zig Variationen auf: Süß als Dessert, fein als Sorbet oder herzhaft als Beilage zu Fisch oder Fleisch. Den Klassiker Kompott gibt’s das ganze Jahr. Rhabarber ist ein echtes Multitalent. Im Frühsommer hat er Saison!

So einfach pflanzt du Rhabarber

Einmal gepflanzt, musst du dich bei Rhabarber nur noch um die Ernte kümmern.

Plane von Anfang an genügend Platz ein, etwa einen Quadratmeter pro Pflanze, denn Rhabarberpflanzen bleiben dir lange treu. Erst nach 7–9 Jahren wird die Pflanze geteilt und an einen anderen Standort versetzt.

Achte auf humus- und nährstoffreichen Boden und auf einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Ist der Standort zu schattig, erkennst du das spätestens an den eher dünnen Stielen. Gepflanzt wird Rhabarber idealerweise im Herbst oder im zeitigen Frühjahr. Sorten gibt es viele. Die besten Rhabarbersorten für deinen Garten sind – je nach Vorlieben – „Elmsjuwel“ und „Elmsblitz“ (geringer Säuregehalt!), „Gigant“ (schnell wachsend) und natürlich der sehr aromatische Himbeer- oder Erdbeer-Rhabarber!

Step by Step: Rhabarber pflanzen:

  • Den Boden tiefgründig umgraben und dabei alle Wurzelunkräuter entfernen. Ist der Boden zu sandig, kannst du Laubhumus einarbeiten, damit der Boden später besser Wasser speichert, denn Rhabarberpflanzen lieben es feucht.
  • Sobald die Pflanze im Beet ist, wird kräftig angegossen.
  • Eine Handvoll Hornspäne und in die Erde eingearbeiteter Kompost machen das Pflanzen perfekt.

Gut zu wissen:

Rhabarber gehört übrigens nicht zum Obst sondern zum Gemüse! Wie bei Mangold handelt es sich um ein Stangengemüse.

Die Erntezeit ist kurz: Wann genau ist der Rhabarber reif?

Ganz einfach: Sobald die Blattstiele dick genug sind und die Blätter ausgebreitet vor dir liegen, kannst du deinen Rhabarber ernten.

Geerntet wird von Mitte Mai bis Ende Juni. Danach solltest du nicht mehr ernten. Eine alte Bauernregel formuliert es auf den Tag genau: Rhabarber sollte man nur bis zum „Johanni-Tag“ am 24. Juni ernten. Die frühe Ernte hat zwei Gründe:

1) Später geerntete Stängel enthalten eine höhere Dosis an Oxalsäure, die nicht jeder Mensch gut verträgt. In größeren Mengen löst Oxalsäure sogar Vergiftungserscheinungen aus.

2) Mitte bis Ende Juni findet in der Regel ein Wachstumsschub der Pflanze statt. Die neu wachsenden Stängel unterstützen die Pflanze dabei, sich bis zum Winter genügend zu regenerieren und Reserven für die nächste Saison zu bilden!

Rhabarber niemals schneiden

Damit der Wurzelstock nicht fault, solltest du beim Ernten die Stangen nicht abschneiden, sondern abdrehen. Dazu den Ansatz mit den Fingern fassen und herausdrehen. Je tiefer du ansetzt, desto besser. Damit im nächsten Jahr neue Stangen wachsen, solltest du etwa die Hälfte der Stangen stehen lassen.

Tipp: Junge Stiele sind weicher und zarter.

Rhabarber überwintern und düngen

Blätter oder Stiele werden auch vor der Winterpause nicht abgeschnitten. Der Rhabarber zieht selbsttätig seine Blätter und Stängel ein.

Nach der Ernte und vor der Winterpause kannst du Rhabarber mit einer Portion Kompost oder Brennnesseljauche düngen. Allerdings ist er sehr genügsam und kommt oft auch ohne zusätzlichen Dünger aus.

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