Kräutergarten selber anlegen – so einfach geht’s

Kräuter frisch aus dem Garten sind lecker und gesund. Du hast die Wahl, ob du ein Beet, eine Kräuterspirale oder ein Kräuter-Hochbeet anlegst. Hauptsache, deine Gartenkräuter bekommen das, was sie brauchen: die richtige Erde, den perfekten Platz und die passende Pflege.


Kräutergarten richtig anlegen

Drei Dinge solltest du vorab klären: Erstens, welcher Platz eignet sich für ein Kräuterbeet? Zweitens, welche Kräuter möchtest du anbauen? Von Basilikum bis Kerbel, von Schnittlauch bis Bärlauch – die Auswahl ist riesig!
Drittens, welche Kräuter passen zu deiner Küche? Du kochst nie mit Basilikum? Also, lohnt sich das Aussäen nicht. Du bist ein Fan von Bärlauch-Pesto? Plane genügend Platz ein.

Gut zu wissen: Ein kurzer Blick aufs Grundstück nebenan lohnt sich! Kräuter, die beim Nachbarn super gedeihen, „passen“ in die Gegend und versprechen eine tolle Ernte!

Kräuter kaufen oder aussäen?

Der richtige Zeitpunkt Kräuterbeete oder Kräuterspiralen anzulegen, ist das Frühjahr. Sobald die Eisheiligen vorüber sind, kannst du starten.

Nicht alle Kräuter lohnen die Arbeit einer eigenen Aussaat. Wenn du schnell Erfolge sehen möchtest, solltest du Rosmarin und Thymian als Jungpflanzen beim Gärtner kaufen. Denn vom Keimling bis zur fertigen Pflanze brauchen mehrjährige Kräuter, also z. B. Pfefferminze, Oregano, Salbei, Rosmarin, Zitronenmelisse oder Thymian, ein bis zwei Jahre.

Einjährige Kräuter wie Rucola, Kerbel oder Dill solltest du unbedingt aussäen. Praktisch: Sie können direkt ins Freiland ausgesät werden!

Tipp: Da du diese Kräuter am besten frisch und „jung“ im Salat verwendest, lieber öfter und dafür eine kurze Reihe aussäen.

Erfolgreich vorziehen lässt sich in der Regel Basilikum: In Töpfen oder Kisten wird relativ dicht ausgesät. Die Kräuter-Sämlinge werden später ins Beet gesetzt.

Lavendel mag’s nährstoffarm und sonnig. Und der Rest?

Viele Kräuter zählen zu den Schwachzehrern, das bedeutet, sie sind relativ anspruchslos. Mediterrane Staudenkräuter wie Lavendel oder Thymian lieben sonnige, eher trockene Standorte mit nährstoffarmem Boden.

Kräuter mit eher großen Blättern wie Pfefferminze oder Basilikum mögen Plätze im Halbschatten und sollten aufgrund ihrer großen Blätter und der damit einhergehenden höheren Verdunstung öfters gewässert werden.

Waldkräuter wie Bärlauch und Waldmeister kommen gut mit Schattenplätzen klar.

Alle Kräuter lieben eine gute Drainage: Deshalb solltest du die Erde in deinem späteren Kräuterbeet tiefgründig lockern. Ist dein Boden eher „schwer“ und lehmig, kannst du Sand zugeben. Kräuter nie zu eng ins Beet setzen und Abstand zum Kräuternachbarn einhalten. Stehen deine Kräuter zu eng, wachsen Sie langsamer. Außerdem werden so Krankheiten begünstigt.

Tipp: Du ziehst Kräuter im Topf oder im Hochbeet?

Bei Kübelpflanzen ist die Wahl der richtigen Erde entscheidend. Im Handel gibt es mittlerweile viele Substratmischungen speziell für Kräuter bzw. Pflanzen, die man essen kann. Ausprobieren lohnt sich!

Kräuter düngen – wer mag was?

Besonders bei den meditarranen Kräutern wie Thymian & Co. ist Düngen meist überflüssig.

Anders sieht es bei stark wachsenden Kräutern wie Petersilie, Basilikum oder Minze aus. Diese Kräuter werden regelmäßig und meist über eine längere Periode beerntet. Alle zwei Wochen etwas Flüssigdünger (gibt es auch speziell für Gemüse oder Kräuter) sorgt für eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen.

Kräuterspirale richtig anlegen

Kräuterspirale: Schön und platzsparend!

Eine Kräuterspirale sieht im Garten nicht nur schön aus. Sie eignet sich perfekt, wenn du viele verschiedene Kräuter pflanzen möchtest, aber nicht genügend Platz im Garten hast. Auf kleinstem Raum erfüllt eine Kräuterspirale die unterschiedlichsten Ansprüche deiner Kräuter an Wärme, Wasser, Licht und Nährstoffe.

Für etwa zehn verschiedene Kräuter solltest du einen Durchmesser von etwa 3 Metern einplanen – so kommst du übrigens auf eine zu bepflanzende Fläche von etwa 7 Quadratmetern.
Du kannst eine Kräuterspirale selbst bauen – Anleitungen gibt’s im Internet – oder auch als fertigen Bausatz kaufen. Der Trick an der Kräuterspirale ist, dass das Terrain vier Feuchtigkeitsbereiche unterscheidet. So hast du Platz für ganz unterschiedliche Kräuter!

  • Die oberste Zone ist die trockene Zone. Ideal für Rosmarin, Lavendel und Thymian. Die Gartenerde besteht etwa zur Hälfte aus Sand. Falls die Erde in deinem Garten stark lehmig ist, kannst du zusätzlich einen Teil Kalksplitt zugeben.
  • Nach unten hin nimmt der Sandanteil kontinuierlich ab. Statt Sand wird deiner Gartenerde Humus und Kompost zugegeben. Der mittlere Bereich einer Kräuterspirale eignet sich zum Beispiele gut für Koriander und Petersilie. Weiter unten wird es für Schnittlauch und Dill perfekt.
  • Am sogenannten „Teichufer“ besteht die Mischung nur noch aus Erde und Kompost, optimales Terrain für wasserliebende Kräuter wie zum Beispiel Pfefferminze.

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