Kletterrosen richtig pflanzen und schneiden

Kletterrosen sind einfach zu pflegen, in der Regel sehr gut winterhart und machen jeden Garten zum Hingucker. Damit sie prachtvoll und dauerhaft blühen, brauchen Rosen den richtigen Schnitt. Wie und wann du deine Rose schneidest, hängt davon ab, welche Rosensorte in deinem Garten steht. Beim Kauf von Kletterrosen kannst du zwischen einmal oder mehrmals blühenden Kletterrosen wählen. Denn exakt davon hängt der richtige Schnitt ab.


Wie und wo Kletterrosen pflanzen?

Kletterrosen mögen offene, freie und sonnige Plätze. Wenn dein Garten eher schattig liegt, erkundige dich beim Kauf nach Sorten, die Schatten tolerieren.

Wurzelnackte Kletterrosen pflanzt du im Herbst. Containerrosen kannst du auch im Sommer ins Beet setzen.

Kletterrosen mögen mittelschweren bis schweren Boden mit einem hohen Lehmanteil, der mit etwas Sand und Humus angereichert wird. Rosen sind Tiefwurzler: 50 cm solltest du einplanen.

Einmalblühende Sorten ranken besonders gut, wenn ihre Wurzeln einen Schattenplatz bekommen und die Triebe sich in der Sonne einen Weg suchen können.

Tipp: Rosen vor dem Pflanzen mehrere Stunden wässern.

Kletterrosen pflegen und düngen

Kletterrosen sind blühfreudig, du solltest sie also regelmäßig düngen: Anfang April und ein zweites Mal nach der ersten Blüte Ende Juni.

Kletterrosen wachsen gerne waagrecht. Dadurch, dass du Triebe aktiv leitest, regst du die Blütenbildung an. Lässt man Kletterrosen „einfach so“ nach oben wachsen, verkahlen sie von unten.

Kletterrosen schneiden für kräftigen Wuchs und schöne Blüte

Mehrmalsblühende Kletterrosen schneidet man im Frühjahr.

Bei einem regelmäßigen Schnitt solltest du pro Jahr nur 1–2 ältere Triebe entfernen.

Gut ist es, beim Schneiden auf einen jungen Ast abzuleiten: dazu den alten oder schwachen Trieb direkt an der Astgabelung abschneiden und den jungen Trieb stehenlassen. Generell solltest du nach innen wachsende und kreuzende Äste komplett an der Basis herausschneiden. So bekommt deine Rose mehr Luft und Licht und ist vor Krankheiten geschützt.

Alte Stängel direkt am Wurzelstock entfernen. Sie bilden oft einen Nährboden für Pilze und Krankheiten.

Seitentriebe auf 10 cm einkürzen, dazu etwa einen Zentimeter oberhalb einer Knospe schneiden.

Im Sommer kannst du, sofort nach der Blüte, die verblühten Köpfe direkt über dem ersten Laubblatt entfernen. Durch das Ausschneiden abgeblühter Blütenstände regst du die allgemeine Blüte an.

Einmalblühende Kletterrosen (Rambler) werden nach der Blüte im Sommer oder im frühen Herbst geschnitten.

Einmalblühende Sorten tragen ihre Blüten am zwei- bis dreijährigen Holz. Deshalb solltest du diese Äste möglichst wenig zurückschneiden. Es reicht, die dünnen Enden einzukürzen sowie die toten oder auch zu dichten Triebe auszulichten.

Abgeblühte Seitentriebe kannst du bis auf 2–3 Augen zurückschneiden.

Richtig schneiden – über oder unter dem Auge?

Rosenaugen nennt man die leicht ovalen Stellen am Stängel, die wie ein Mini-Auge aussehen. An dieser Stelle kann deine Rose neue Triebe bilden. Also immer oberhalb des Auges Triebe entfernen. So kann sich deine Pflanze weiter verzweigen. Achte darauf, dass du Augen erwischst, die nach außen zeigen. So werden auch die Triebe nach außen gebildet.

Rosen schneiden

Sind Kletterrosen winterhart?

Die meisten Kletterrosen sind winterhart und können daher problemlos im Freien überwintern. Besonders robust sind so genannte ADR-Rosen.

Das Anhäufeln oder Bedecken mit Jute oder anderen Materialien in besonders kalten Wintern oder Regionen ist dennoch sinnvoll und schützt deine Pflanze vor Frostschäden. Steht deine Rose im Kübel, solltest du sie in jedem Fall gut einpacken und auf eine Unterlage stellen.

Tipp: Erkundige dich schon beim Kauf nach besonders winterharten Sorten.

Die richtigen Kletterrosen auswählen und kaufen

Möchtest du eine einmalblühende Kletterrose, eine Rambler, pflanzen, die Höhen bis zu 10 m erreicht oder lieber eine mehrfach blühende Kletterrose, die nicht so hoch, dafür aber kompakter wächst?

Einmal blühende Rambler haben oft viele und kleinere Blüten, sie erinnern an Wildrosen. Je nach Sorte werden die weichen, langen Triebe über 10 m lang. Die meist nur einmal blühende Rambler investiert ihre Energie ins Wachstum. Das ist praktisch, wenn du planst, einen toten Baum oder einen ganzen Schuppen zu beranken. Die weichen Triebe der Rambler-Rose suchen sich nämlich ihren Weg nach oben in der Regel von ganz allein. Trotzdem solltest du auf eine stabile Rankhilfe achten.

Rambler-Rose Jasmina

Mittlerweile gibt es auch Rambler-Züchtungen, die, wie die „Jasmina“, mehrmals im Jahr blühen. Die Sorte „Jasmina“ gilt zudem als sehr resistent gegen Mehltau und andere Rosenkrankheiten.

Mehrmals blühende Kletterrosen haben oft die größeren Blüten. Ihre Triebe sind stärker, starrer und kürzer. Sie orientieren sich anfangs senkrecht nach oben und wachsen langsamer. Um sie in die richtige Richtung zu lenken, musst du sie leiten. Kletterrosen werden gerne für kleinere Projekte gewählt: für die Bepflanzung von Rosenbögen, Obelisken oder eine bestimmte Ecke der Pergola.

Achte beim Kauf auf das ADR-Siegel (Allgemeine Deutsche Rosenneuheitenprüfung). Dieses Siegel tragen nur sehr robuste Sorten.

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