So erntest du die schönsten Johannisbeeren

Wenn du deine Johannisbeeren richtig schneidest, kannst du dich über eine reiche Ernte freuen! Hier erfährst du neben Tipps zum Schnitt auch, wie du Johannisbeeren pflanzt und was die schwarzen Beeren besonders macht.

Wann und wo Johannisbeeren pflanzen?

Johannisbeersträucher pflanzt du am besten zur Herbstmitte. Beeren lieben sonnige Plätze und der Boden sollte humusreich sein. Wenn du den Pflanzort vorbereitest, solltest du soviel Kompost, Stallmist oder Dünger wie möglich untergraben – so bekommen deine Sträucher den bestmöglichen Start! Eine Schicht Rindenmulch oder Grasschnitt helfen dir, den Boden feucht zu halten. Im Winter schützt eine Extraschicht Rindenmulch die frostempfindlichen Wurzeln.

Johannisbeeren schneiden 

Ziel eines Verjüngungsschnitts ist immer, für genügend Licht und Luft zu sorgen. Beides ist wichtig, damit sich der Strauch gut entwickelt und zur Erntezeit voller Beeren hängt. Mit dem Schneiden kannst du direkt nach der Ernte loslegen oder auch im frühen Herbst. Der Herbst hat den Vorteil, dass deine Pflanze weniger Laub trägt und dir so den Gesamtüberblick erleichtert. Die meisten Früchte bilden rote und weiße Johannisbeeren an den Seitentrieben der Hauptäste, die etwa zwei bis drei Jahre alt sind. Schon im vierten Jahr kann die Ernte deutlich schwächeln. Das kannst du verhindern, indem du jedes Jahr zwei bis drei Hauptriebe kappst. Wichtig: Die alten und massiven Fruchtäste solltest du komplett aus der Pflanze herausnehmen. Dazu in Bodennähe und am besten mit einer Astschere schneiden.

Tipp: Alte Triebe erkennst du übrigens gut am trockenen bzw. spröden und dunklen Holz. Neuere Triebe sind eher hellbraun. Werden die alten Triebe nicht geschnitten, verbraucht die Pflanze zu viel Energie, um auch diese (alten) Äste zu versorgen. Diese Energie sollte deine Pflanze aber besser in die Beerenproduktion investieren.

Die jungen Triebe brauchen Platz und Licht. Deshalb darfst du ruhig auch einige neuere Bodentriebe entfernen, die mit den anderen Ruten konkurrieren. Nach dem Schnitt sollte dein Strauch etwa acht bis zehn kräftige Bodentriebe haben. Auf einer Höhe von 30 bis 40 cm kannst du die Seitentriebe der sogenannten Leitäste kappen, um den Fruchttrieb anzukurbeln. Bodennahe Seitentriebe werden ebenfalls entfernt, da die Beeren an diesen Trieben zu wenig Sonne zum Reifen abbekommen. Neu entstandene Seitentriebe nicht schneiden: Sie sichern die Ernte für das kommende Jahr. Seitentriebe, die bereits Früchte getragen haben, schneidest du am besten direkt nach der Ernte zurück. Auch auf diese Weise kannst du den Fruchttrieb ankurbeln. Auch Konkurrenztriebe werden gekappt. Die erkennst du daran, dass sie steil aufstreben.

Tipp: Je weniger Fruchtholz dein Strauch besitzt, desto kräftiger wachsen die neuen Bodentriebe der Leitäste, die für die Verjüngung der Krone gebraucht werden.

Die schwarze Johannisbeere

 

Die schwarze Johannisbeere schmeckt nicht nur anders, sie wird auch anders geschnitten. Weil die schwarze Beere die besten Früchte an den langen, einjährigen Seitentrieben trägt, musst du die schwarze Beere anders schneiden. Zwar entfernst du, wie bei der roten und weißen Johannisbeere, die ältesten Haupttriebe ganz und in Bodennähe, lässt aber Jungtriebe, die aus dem Wurzelstock sprießen, stehen. Schwarze Johannisbeersträucher dürfen deshalb weit mehr Bodentriebe behalten als die Roten, weil die einjährigen Triebe nicht verzweigt sind und nicht so viel Raum einnehmen.

Tipp: Nur bei trockenem und frostfreiem Wetter schneiden. So haben Pilze keine Chance!

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