Geranien überwintern und vermehren

Sobald es um Balkonblumen geht, sind Geranien definitiv die Lieblingsblumen der Deutschen. Sie blühen den ganzen Sommer lang, sind einfach zu pflegen und überall zu kaufen: in vielen Farben, als Hänge-, Duft- oder Edelgeranie. Geranien, die richtig Pelargonien heißen und ursprünglich aus Südafrika stammen, sind eindeutig die Stars auf Balkonien! Statt sie am Ende der Saison wegzuwerfen, kannst du die mehrjährigen Pflanzen überwintern. Wir verraten dir, wie das garantiert gelingt. Plus: Geranien kaufen, pflanzen, pflegen und vermehren.

Geranien überwintern – 3 Tipps!

1. Vor dem Überwintern schneiden

Bevor du deine Geranien im Herbst ins Winterquartier schickst, solltest du sie zurückschneiden. Durch das Zurückschneiden auf etwa 15 cm schenkst du den Pflanzen Kraft und Energie für die nächste Saison. Zusätzlich entfernst du alle Reste von Blüten, Blättern und Knospen. Denn diese können der Pflanze im Winter Feuchtigkeit entziehen und machen sie so anfällig für Schädlinge. So vorbereitet geht’s dann ab in den Winterschlaf.

2. Pflege im Winterquartier

Geranien vertragen keinen Frost. Die Temperatur sollte je nach Sorte idealerweise nicht tiefer als fünf bis zehn Grad Celsius sinken. So kann die Pflanze ihr Wachstum einstellen, bis es wieder wärmer wird. Auch im Winterquartier wichtig: Vergiss das Gießen nicht! Das Substrat der Geranien darf nicht austrocknen. Ansonsten sterben die Pflanzen ab. Die Erde sollte durchgängig leicht feucht sein, wobei Staunässe jedoch vermieden werden muss.

3. Zurück auf den Balkon 

Sobald die Tage länger werden und die Sonne wieder etwas kräftiger scheint, kannst du deine Geranien aus ihrem Winterquartier holen und sie zurück auf den Balkon oder in den Garten setzen. Wenn die Pflanzen mit der Ausbildung neuer Triebe starten, hast du alles richtig gemacht!

Extratipp: Ein Rückschnitt im Februar oder März macht deine Geranien fit für die nächste Saison. Schneide dazu deine Geranien bis auf vier Knospen zurück und entferne welke oder kranke Pflanzenteile. Längere, dünne und grüne Austriebe, sogenannte Geiltriebe, kannst du ebenfalls getrost abschneiden: Diese Triebe werden später nicht blühen, da sie über die Wintermonate zu wenig Nährstoffe und kaum Licht bekommen haben. Sobald du alles erledigt hast, kannst du die Geranien in neue Pflanzenerde topfen.

Mach deine Geranie fit für die nächste Saison und schneide sie dazu bis auf vier Knospen zurück und entferne welke oder kranke Pflanzenteile.

Alles auf einen Blick

  • Geranien kaufen: Wenn du neue Geranien kaufen möchtest, eignen sich am besten Jungpflanzen. Die Anzucht mit Samen erfordert viel Geduld.
  • Hängend oder buschig? Geranien sind unglaublich vielfältig! Neben den Gruppen der Hänge-, Duft- und Edelgeranien gibt es weitere Gruppen. Jede Gruppe hat zusätzlich jede Menge unterschiedlicher Sorten. Die Klassiker für Balkonkästen sind mit Sicherheit die Hängegeranien.
  • Standort: Geranien lieben und vertragen einen sonnigen Standort! Es lohnt sich, in einer Gärtnerei nach Sorten zu fragen, die Regen gut vertragen bzw. die besser überdacht stehen sollten. Die ehemals als Zimmerpflanzen beliebten Edelgeranien sind durch neuere Züchtungen zwar robust genug, auch draußen zu wachsen, freuen sich aber über einen geschützten Platz auf deiner Terrasse oder im Garten.
  • Am besten schon beim Pflanzendarauf achten, dass die Blumenerde gut gedüngt ist. Pass darauf auf, dass deine Pflanzgefäße eine gute Drainage oder ein Wasserabzugsloch haben. Geranien mögen viel Wasser, aber keine Staunässe. Geranien wachsen in alle Richtungen, deshalb niemals zu dicht pflanzen!
  • Pflegen und düngen: Erst gießen, wenn die Erde abgetrocknet ist. Wenn du Nachbarpflanzen mit ähnlichen Eigenschaften auswählst, ist die Pflege später einfacher: Margeriten, Lavendel und Kräuter z. B. lieben wie Geranien warme Temperaturen und viel Sonne. Drei bis vier Wochen nach der Pflanzung solltest du in regelmäßigen Abständen weiter düngen.
  • Blütezeit: Geranien blühen zuverlässig ab Frühjahr bis in den Spätsommer. Alte Blätter und abgeblühte oder verklebte Blütenstände solltest du entfernen, um Krankheiten vorzubeugen und neues Wachstum anzuregen.
  • Vermehren: Geranien kannst du selbst mit Stecklingen vermehren. Achte dabei auf gesunde, möglichst kräftige Triebe. Die besten Zeiten, um Geranien zu vermehren, sind zwischen Juli und August oder zum Jahresbeginn bis März.

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