Felsenbirne: Tipps für den perfekten Schnitt

Felsenbirnen liegen im Trend. Als naturbelassene Pflanze ist sie nicht nur robust, sondern dient auch das ganze Jahr über als echter Blickfang. Noch ein Pluspunkt: Die Felsenbirne hält selbst frostigen Temperaturen problemlos stand. Wir verraten dir, wie du das meiste aus deiner Felsenbirne herausholst – mit praktischen Tipps für den perfekten Schnitt!

Die Vier-Jahreszeiten-Schöne

Die Felsenbirne wird zu keiner Jahreszeit langweilig. Schon im Frühjahr strahlen ihre sternförmigen Blüten, im Juni setzen ihre Früchte farbige Akzente zum grünen Blattwerk und im Herbst kannst du dich schließlich über leuchtend gelbe bis orangerote Blätter freuen.

Gärtner lieben die Felsenbirne aber nicht nur wegen der schönen Blüten und den gesunden Früchten, sondern schätzen auch ihre schirmartige Wuchsform. Die Felsenbirne gilt als „schnitttolerant“, das heißt, sie bleibt in den ersten Jahren auch ohne regelmäßigen Schnitt sehr gut in Form. Steht die Felsenbirne schon einige Jahre in deinem Garten, hilft ein „behutsamer“ Rückschnitt.

Deine Felsenbirne richtig schneiden

Felsenbirnen wachsen zunächst aufrecht und locker. Je nach Sorte kann der Strauch sogar eine Höhe von stolzen 6 Metern erreichen. Wenn die Krone deiner Felsenbirne zu dicht wird, kannst du sie nach ihrer Blüte auslichten. Wichtig ist, dass du dabei behutsam vorgehst.

Der ideale Zeitpunkt: Manche Gärtner schneiden die Felsenbirne sogar schon im Frühjahr – noch vor der Blüte. Das toleriert der Strauch problemlos, behalte aber im Hinterkopf, dass du so auf die schöne Blüte verzichten musst. Sinnvoll kann auch ein später Schnitt im Sommer sein: Da sich deine Felsenbirne zu dieser Zeit im vollen Wachstum befindet, verheilen ihre Schnittwunden umso schneller.

Auslichten – so geht’s

Am besten lichtest du die Krone deiner Felsenbirne aus, indem du die Seitenzweige, die zu dicht stehen oder nach innen wachsen, direkt an der Ansatzstelle abschneidest. Der Vorteil: Es bleibt kein Reststück stehen. Verwende für das Auslichten auf jeden Fall immer sauberes und scharfes Werkzeug – so vermeidest du Quetschungen und verhinderst, dass sich Krankheiten ausbreiten.

Beschränk dich am besten auf das Entfernen weniger Äste und Zweige: Auf einen zu starken Rückschnitt reagiert selbst die robuste Felsenbirne empfindlich, da sie nur sehr langsam wieder aus dem alten Holz austreibt.

Verjüngungsschnitt – in mehreren Etappen

Verjüngungsschnitte nimmst du im Frühjahr vor. Dabei gilt: Gehölze werden immer von unten verjüngt, also vergreistes Holz an der Basis herausgeschnitten. Viele Gärtner gehen so vor, dass sie den Verjüngungsschnitt auf drei Jahre verteilen: Du nimmst dir also im ersten Jahr ein Drittel vor, im zweiten Jahr das nächste Drittel und im dritten Jahr ist schließlich der Rest der Pflanze an der Reihe.

Denk aber daran: Da Felsenbirnen nicht überaltern, brauchen sie in der Regel nur sehr selten einen Verjüngungsschnitt. Selbst ältere Äste am Gehölz bringen immer noch jede Menge Blüten hervor – ein echter Pluspunkt gegenüber anderen Frühjahrsblühern! Unser Tipp: Alte, starke Äste kürzt du am effektivsten mit einem Fuchsschwanz.

Übrigens: Felsenbirnen neigen hin und wieder zur Ausläuferbildung. Diese solltest du ebenfalls abschneiden oder, wenn möglich, sogar im Ganzen aus der Erde herausreißen.

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