Erdbeeren richtig pflanzen und düngen. Plus: So gesund sind Erdbeeren

Vollsonne oder Halbschatten – mehrjährig oder einjährig? Um Erdbeeren richtig zu pflanzen und zu pflegen, gibt es klare „dos & don’ts“. Auch, was du zusätzlich beim Düngen und beim Pflücken von Erdbeeren beachten kannst, verraten wir dir. Dass Erdbeeren gesund sind, ist bekannt – warum das so ist, erfährst du im Abschnitt „So gesund sind Erdbeeren“.


Die beste Zeit, Erdbeeren zu pflanzen

Bis Ende August ist die perfekte Zeit, um neue Erdbeeren für das kommende Jahr zu pflanzen. Einmal tragende Erdbeeren pflanzt du am besten von Ende Juli bis Mitte August. Mehrmals tragende Erdbeeren, auch remontierende Beeren genannt, kannst du von August bis September einpflanzen. Früchte gibt es bei beiden Arten erst im darauffolgenden Jahr.

Monats- oder Klettererdbeeren und Hängeerdbeeren pflanzt du im Frühjahr. Bei der Pflanzung im Frühjahr ist es wichtig, die Blüten im Vorsommer zu entfernen. So kannst du im Sommer viele Beeren ernten.

Erdbeeren pflanzen: 3 Fakten

  • Für richtig süße Erdbeeren und eine reichte Ernte suchst du dir am besten einen echten Sonnenplatz in deinem Garten. Ideal sind Standorte, wo eine leichte Brise weht. So können die Beeren nach einem Regenguss schnell wieder trocknen.
  • Erdbeeren mögen keinen zu dichten Boden! Also achte darauf, dass die Erde locker und humusreich ist. Zum Auflockern eignen sich Sand und Laubkompost. Der Boden hat optimalerweise einen pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5.
  • Erdbeerpflanzen nicht zu dicht pflanzen, gut ist ein Abstand von 20–30 Zentimetern – zwischen den Reihen sollten es 45–60 Zentimeter sein. Der Pflanzabstand ist wichtig: hältst du ihn ein, trocknet die Pflanze besser und ist weniger krankheitsanfällig. Erdbeerpflanzen nicht so tief in die Erde einsetzen, dass die Herzknospen, das Herzblatt, bedeckt sind. Ideal ist es, wenn du den Boden etwa 4 Wochen vor dem Einsetzen tiefgründig lockerst. Am besten in feuchtem Boden pflanzen sowie Sonne und hohe Temperaturen vermeiden!

Das Herzblatt oder die Herzknospe nicht mit Erde bedecken, hingegen die Wurzel in der Erde versenken und die ganze Erdbeerpflanze fest andrücken.

Tipps für das Pflanzen von Hängeerdbeeren

Achte auch hier auf genügend Abstand (15–20 cm). In einen Topf von 25 cm Durchmesser setzt du maximal vier Pflanzen. Eine Drainage aus Kies oder kleinen Tonscherben sorgt dafür, dass überschüssiges Wasser schnell ablaufen kann. Nach dem Pflanzen das Substrat gut festdrücken und gründlich wässern. Hängeerdbeeren haben den Vorteil, dass die Früchte keinen Bodenkontakt haben, sie faulen also wesentlich seltener und: sie sind geschützt vor Schnecken.

Erdbeeren richtig pflegen für eine gute Ernte

Unabhängig davon, ob du einmal oder mehrmals tragende Erdbeerpflanzen pflanzt: Wenn du die ersten Blüten nach dem Pflanzen durch das sogenannte „Ausgeizen“ (Ausbrechen der Blütenstände) entfernst, kann die Pflanze ihre Energie effektiver investieren und die Früchte werden größer.

Wenn du deine Erdbeeren während der Erntezeit mit Stroh unterlegst, brauchst du die Beeren nach der Ernte nicht waschen und unterdrückst gleichzeitig auch das Wachsen von Unkraut.

Erdbeeren düngen für ein gesundes Wachstum

Einmal tragende Erdbeeren düngst du am besten im Frühling bei Blühbeginn und nach der Ernte. Damit deine Pflanzen nicht zu spät noch wuchern und rechtzeitig frostfest werden, solltest du nach August nicht mehr düngen.

Mehrmals tragende Erdbeeren brauchen auch mehr Pflege: am besten alle 14 Tage mit einem organischen Beerendünger versorgen.

Erdbeeren

Erdbeeren pflücken – einen ganzen Sommer lang?

Erdbeeren pflückst du am besten in der morgendlichen Kühle. Mit steigenden Temperaturen werden sie weicher und druckempfindlicher. Achte darauf, dass es trocken ist. Nass gepflückte Erdbeeren verlieren schnell an Aroma bzw. schmecken leicht säuerlich. Nach einer längeren Regenperiode gönnst du deinen Erdbeeren am besten noch einige Sonnentage. Pflücke Erdbeeren immer mit Stiel und Blattkelch. So behalten sie am besten Saft und Aroma.

Am besten in flache Gefäße ernten, denn Erdbeeren sind extrem druckempfindlich.

So gesund sind Erdbeeren:

Erdbeeren enthalten kaum Fett und nur wenige Kohlenhydrate. So haben 100 g Erdbeeren nur 32 Kilokalorien. Erdbeeren punkten zudem mit einem hohen Vitamin-C-Gehalt: sie enthalten mehr Vitamin C als Orangen, nämlich fast 59 mg pro 100 g statt der 50 mg bei Orangen. Außerdem enthalten sie Mineralien wie Kalium, Mangan, Fluor, Kupfer, Eisen und Jod. Besonders gesund sind Erdbeeren, wenn du sie vollreif erntest: Dann ist der Gehalt an wertvollen Inhaltsstoffen am höchsten. Vollreife Erdbeeren sind komplett rot gefärbt. Haben sie einen weißgelben Rand, ist das ein Zeichen, dass die Beeren noch nicht reif sind.

Die richtige Erdbeerpflanzen wählen und kaufen

Sorten gibt es viele – hierzulande über 1000! Sie unterscheiden sich nach Geschmack, Widerstandsfähigkeit, Ertrag und Erntezeit. Ein Mix aus verschiedenen Sorten ist gut, wenn du zu unterschiedlichen Zeiten ernten möchtest. Nach Möglichkeit solltest du Erdbeerpflanzen immer in einer Gärtnerei kaufen oder in Pflanz-Tauschbörsen auf die Suche gehen. Hier wirst du am besten beraten, welche Sorte zu deinen Wünschen passt. Willst du zum Beispiel lieber einmal im Jahr eine reiche Ernte, um Marmelade einzukochen oder lieber öfter kleinere Mengen Erdbeeren ernten?

Eine kleine Auswahl der beliebtesten, einmal tragenden Erdbeeren sind „Avanta“, „Elsanta“, „Polka“, „Thuriga“ oder „Salsa“. Die eher kleine, aber robuste „Polka“ zum Beispiel gilt als sehr ertragreich. Ihr Geschmack erinnert etwas an Walderdbeeren. Die „Sonata“ ist eine Kreuzung aus „Elsanta“ und „Polka“. Sie soll weniger krankheitsanfällig sein und Frost gut vertragen.

Du möchtest lieber mehrmals im Jahr Erdbeeren ernten? Mehrmals tragende Erdbeeren kannst du im Juni/Juli und nach einer Ruhepause nochmals im August/September pflücken. Eine kleine Auswahl der beliebtesten, mehrmals tragenden Erdbeeren sind „Mieze“, „Nova“, „Ostara“, „Sweatheart“ oder „Rapella“. Die „Mieze Schindler“, mit mittelgroßen Früchten, gilt als sehr aromatische Sorte, braucht allerdings eine „Bestäubersorte“ wie zum Beispiel die „Ostara“ in der Nähe.

Sogenannten Monatserdbeeren und die remontierende Sorte „Mara des Bois“ versorgen dich bis zum ersten Frost mit Früchten.

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