Diese Obstbäume pflanzt du am besten im Frühling

Im Frühjahr gesetzt, gehen frostempfindliche Obstbäume gestärkt in ihren ersten Winter.

Pro und Kontra Frühling und Herbst: Tatsächlich raten viele Profis, Obstbäume im Herbst zu pflanzen. Für die Klassiker Apfel, Birne, Kirsche und Pflaume ist das auch ein idealer Zeitpunkt.

Obstbäume wie Pfirsich, Aprikose, Nektarine, Feige, Quitte oder Walnuss setzt du allerdings besser im Frühjahr. Als Jungpflanzen reagieren diese Sorten oft empfindlich auf auf den ersten Frost. Mit einer Pflanzung im Frühjahr haben sie mehr Zeit zum anwachsen, bevor es wieder kalt wird. Ihren ersten Winter erleben sie dann in jedem Fall mit stärker ausgebildeten Wurzeln.

Obstbäume im Frühling: Pfirsich, Aprikose, Nektarine

Obstbäume im Frühjahr pflanzen: Quitte, Walnuss, Feige

Was passiert im Frühjahr?

Im Frühjahr bilden deine neu eingesetzten Bäume nicht nur Wurzeln, sondern auch Triebe, Blätter und Blüten. Manche Gärtner sprechen hier von zu viel „Stress“ gegenüber der für die Pflanzen ruhigere Zeit im Herbst. Grundsätzlich ist das Pflanzen im Frühjahr jedoch immer eine gute Idee, wenn du eine Sorte pflanzt, die empfindlich gegenüber niedrigen Temperaturen ist.

Was du im Frühjahr beachten musst:

Wichtig ist, dass du immer vor der Entwicklung der Knospen pflanzt, sonst besteht ein hohes Risiko, dass die Pflanzen welken. Zudem solltest du die Obstbäume in einer nah gelegenen Baumschule kaufen, so haben die Bäume etwa die gleichen Klimabedingungen wie an ihrem zukünftigen Standort.

Nicht nur im Frühling wichtig:

Wurzelnackte Ware (so nennt man Pflanzen, die nicht im Topf oder „Container“ samt Erde angeboten werden) sollte schnell in den Boden, sonst trocknet die Pflanze aus.

Auch direkte Sonne solltest du während der Pflanzung unbedingt vermeiden.

Wenn du die Erde bis zur Pflanzung feucht hältst, das Pflanzen auf einen schattigen Moment verlegst, das Pflanzloch groß genug aushebst und das Nachbargrundstück im Auge hast, bist du auf der sicheren Seite! (Mehr Tipps zur Pflanzung findest du hier: Apfelbäume pflanzen! Mit unserem 7-Punkte-Pflanzplan)

Tipp zum Standort, besonders für frostempfindliche Obstbäume:
Achte auf maximale Sonnenausbeute im Sommer und minimale Kälteeinwirkung im Winter. Ein windgeschützter Platz ist für Aprikose & Co. optimal! Feigen lieben einen Pflanzort an einer hell gestrichenen Südwand!

Quitte, Feige oder Aprikose?

Die Auswahl der Sorten ist so groß wie noch nie! Neben den eher bekannten Spezies wie Aprikose, Pfirsich und Walnuss, finden „alte“ Sorten genauso wie Exoten immer öfter einen Platz im heimischen Garten.

So liegen zum Beispiel nostalgisch anmutende Quittenbäume absolut im Trend. Die Tatsache, dass Quittenbäume in der Regel unkompliziert, die Früchte vielseitig und die Blütenzweige extrem dekorativ sind (tatsächlich fallen die Blüten im Vergleich zu Apfel- oder Kirschblüten recht groß aus), könnten die Gründe hierfür sein. Bester Pflanzzeitpunkt der frostempfindlichen Quitte: der Monat März.

Ein Exot in unseren Gärten ist mit Sicherheit die Feige: Die Bäume erinnern an Urlaub und Mittelmeer. Die Liste robuster Sorten, die auch hiesige Temperaturen vertragen, ist mittlerweile lang. Als eine der bekanntesten gilt die Bayernfeige, die Ende August und oft auch ein zweites Mal im Spätherbst Früchte liefert.

Auch bei der robusten Bayernfeige gilt: Die Pflanzung im Frühjahr ist sicherer.

 

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