Forsythien: Die besten Tipps für die Frühlingsboten

Forsythien bescheren deinem Garten schon im März leuchtend gelbe Blüten. Die bis zu drei Meter hohen Frühblüher sind pflegeleicht, absolut winterhart und ganz nebenbei ein sichererer Indikator für den anstehenden Rosenschnitt. Wir verraten dir alles über den perfekten Standort und die richtige Pflege.

Tipps zu Standort, Schnitt und Pflege

Die gute Nachricht: Forsythien stellen kaum Ansprüche. Wichtig ist nur der Standort: Forsythien lieben Sonne! Entwickelt dein Strauch zu wenige Forsythienblüten und einen eher spärlichen Blattwuchs, ist entweder der Platz zu schattig oder du hast sie zum falschen Zeitpunkt geschnitten.

Schon gewusst? Die Blütenpracht der Forsythie wirkt deshalb so grandios, da sich die Blüten vor den Blättern entfalten und nicht durch das Grün verdeckt werden.

Idealer Pflanzzeitpunkt ist das zeitige Frühjahr, zum Einpflanzen sollte der Boden natürlich frostfrei sein. Tipp: Gib – besonders bei sandigen Böden – Kompost zur Erde hinzu. Damit sorgst du dafür, dass dein neuer Blühstrauch das Gießwasser besser speichern kann und genügend Nährstoffe fürs Anwachsen bekommt. Den Kompost gibst du direkt ins Pflanzloch. Eine Schicht Rindenmulch nach dem Einpflanzen schützt deinen Blühstrauch vor dem Austrocknen. Wichtig: Denk gerade in heißen, trockenen Sommern daran, deine Forsythien regelmäßig zu wässern!

Forsythien schneiden – am besten direkt nach der Blüte

Damit dein Strauch auch in den nächsten Jahren schön blüht und kompakt wächst, solltest du ihn nach spätestens 3 Jahren regelmäßig zurückschneiden. Das machst du direkt nach der Blüte im Frühjahr. Forsythien blühen immer am Holz des vorigen Jahres. Schneidest du im Herbst, entfernst du die blühfähigen Teile der Pflanze. Übrigens solltest du beim Schneiden immer Handschuhe tragen, da die Pflanzenteile der Forsythie zu einem geringen Maße giftig sind.

  • Ältere, stark verästelte Triebe schneidest du entweder bis zu einem starken, jüngeren Trieb oder zu einer kräftigen Knospe zurück.
  • Triebe, die älter als 3 Jahre sind, kannst du direkt an der Basis kappen. Als Faustregel kannst du dir Folgendes merken: Alle 3 Jahre entfernst du ein Drittel der alten Grundtriebe direkt am Boden. So bekommt dein Strauch genügend Luft, um sich gut zu entwickeln.
  • Überhängende Äste solltest du immer auf aufrecht wachsende Triebe zurückschneiden.
  • Falls du Forsythien als Heckenpflanzen nutzt, schneidest du am besten einen Monat später. So können die Pflanzen kräftig genug austreiben.

Übrigens: Forsythien sind sogenannte Zeigerpflanzen des phänologischen Kalenders. Ihre Blüte markiert den Beginn des Erstfrühlings und damit automatisch den perfekten Zeitpunkt für den Rosenschnitt.

Gut zu wissen: So schön Forsythienblüten auch sind – für Bienen und Co. sind sie leider wertlos. Das liegt daran, dass Forsythienblüten weder Pollen noch Nektar entwickeln und so leider als Nahrungslieferant für Vögel und Insekten ausfallen. Aber: Die Forsythie lässt sich gut mit anderen Gehölzen wie z. B. dem Vogelbeerbaum oder der Berberitze kombinieren. Das sieht toll aus und du leistest nebenbei doch noch einen Beitrag zum Naturschutz.

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