So leicht hälst du deinen Buchsbaum gesund

Der Klassiker ist aus unseren Gärten nicht mehr wegzudenken. Mit diesen Tipps beugst du Buchsbaum-Krankheiten und Schädlingen vor und hast lange Freude an deinem Buchs.

Den Buchsbaum richtig schneiden

Ob Buchsbaum-Kugel, Buchsbaum-Kegel oder Buchsbaum-Hecke, damit dein Buchs eine gute Figur macht, benötigt er einen regelmäßigen Schnitt. Schneiden kannst du von März bis Mitte August. Der Grobschnitt erfolgt, bevor der Buchsbaum neue Triebe bildet, also im zeitigen Frühjahr (März/April). Der Feinschnitt steht von Mai bis Mitte August an: Kürze deinen Buchs um etwa zwei Drittel der frischen Triebe. Buchsbaum-Hecken werden erst dicht, wenn du sie mehrmals im Jahr schneidest. Wenn der Buchsbaum von innen verkahlt, braucht er einen starken Rückschnitt. Übrigens: Einen Rückschnitt ins alte Holz verträgt ein Buchs sehr gut. So entwickelt er neue Triebe und wird kompakter.

Tipp: Deinen Buchsbaum nie in der prallen Sonne schneiden, da die abgeschnittenen Spitzen sonst austrocknen.

Richtig düngen und Krankheiten am Buchsbaum vermeiden

Der Buchsbaum ist anfällig für Krankheiten. Gesunde Pflanzen sind widerstandsfähiger gegen Pilze & Co. Damit dein Buchs gesund und grün bleibt, braucht er die richtigen Nährstoffe: Steht dein Buchsbaum im Kübel, gönnst du ihm am besten von April bis August jede Woche eine Portion Dünger. Färben sich die Blätter bronzen oder rötlich, ist das oft ein Zeichen für einen Mangel an Stickstoff. Ausgleichen lässt sich Stickstoffmangel durch speziellen Buchsdünger. Soforthilfe verspricht das Spritzen der Pflanzen mit verdünnter Brennnesseljauche. Buchsbäume im Beet freuen sich über in den Boden eingearbeitete Hornspäne: Etwa 30 bis 40 Gramm pro Quadratmeter stärken deinen Buchs.

Tipp: Buchsbäume regelmäßig gießen, denn gelbe oder braune Blätter entstehen beim Buchs auch durch Wassermangel.

Im Winter solltest du deinen Buchsbaum vor Dauerfrost schützen. Am besten erkundigst du dich vor dem Pflanzen nach den Sorten, die als winterfest gelten. Dazu zählen beispielsweise die Buchsbaumsorten „Handsworthsiensis“ und „Herrenhausen“.

So bekämpfst du den Schädling Buchsbaumzünsler

Beim Buchsbaumzünsler handelt es sich um eine Schmetterlingsraupe, die ursprünglich aus Asien stammt. Die Buchsbaumraupe sitzt im Inneren der Pflanze und frisst sich von innen nach außen. Ein Befall wird aus diesem Grund oft erst bemerkt, wenn es schon fast zu spät ist.

Wenn du deinen Buchsbaum regelmäßig auf Schädlinge checkst, kannst du den Buchsbaumzünsler rechtzeitig entdecken und versuchen ihn abzusammeln. Auch das Abspritzen befallener Pflanzen mit einem scharfen Wasserstrahl oder das Durchpusten mit einem Laubbläser kann helfen. Breite vorher auf der anderen Seite eine Folie unter der Pflanze aus, damit du die abgefallenen Raupen schnell einsammeln kannst.

Ist dein Buchs stärker befallen, helfen biologische Mittel wie Algenkalk oder sogenannte Nematoden (Fadenwürmer). Nematoden werden in einen mit Wasser gefüllten Zerstäuber gegeben und dann direkt auf die Blätter gesprüht. Die letzte Rettung versprechen Insektizide. Ist der Befall sehr massiv, solltest du den Buchsbaum kräftig zurückschneiden.

Achtung: Abgeschnittene Zweige nicht auf den Kompost werfen, sondern verbrennen oder in den Hausmüll geben!

Mittlerweile haben Buchsbaumzünsler auch bei uns natürliche Feinde, zum Beispiel Spatzen. Spatzen fühlen sich übrigens in naturnahen Gärten wohl.

Buchbaumschädling

Pilz-Krankheiten und Buchsbaumraupen vorbeugen – auf einen Blick!

  • Einen luftigen, möglichst hellen Standort wählen.
  • Buchsbaum mit ausreichend Wasser und Nährstoffen versorgen.
  • Den Buchs immer von unten – und niemals über die Blätter – gießen.
  • Eine Kalidüngung im Spätsommer härtet die Triebspitzen aus. Das macht deinen Buchs resistenter gegen Pilzkrankheiten.
  • Beim Kauf auf die Sorte achten. Die Buchsbaum-Sorten „Suffruticosa“ und „Blauer Heinz“ gelten als sensibel, weniger empfindlich sollen „Arborescens“, „Herrenhausen“ und „Faulkner“ sein.

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