So wird dein Garten bienenfreundlich!

Bienen finden immer weniger Nahrung und sind durch vermehrten Pestizideinsatz gefährdet. Über die Hälfte der Wildbienenarten ist vom Aussterben bedroht. Dabei sind Bienen für den Menschen von essenzieller Bedeutung! Ungefähr 80 % aller Blütenpflanzen werden von Bienen bestäubt. Wir verraten dir, welche Blumen, Stauden und Sträucher Wild- und Honigbienen besonders mögen und was Bienen gar nicht gut tut. Mit den richtigen Tipps zu bienenfreundlichen Pflanzen kannst du dich schon bald über wunderschöne Blüten freuen und gleichzeitig der Natur etwas Gutes tun.

7 Tipps, wie aus deinem Garten ein bienenfreundliches Zuhause wird

1. Bienenfreundliche Stauden und Pflanzen

Sorge für blütenreiche Stauden und Blumen in deinem Garten.

Wir geben dir eine kleine Auswahl bienenfreundlicher Pflanzen: Borretsch trägt, je nach Aussaat, von Juni bis zum Frost viele nektarreiche, sternförmige Blüten in blau und pink. Die gelben, orangenen oder roten Blüten der Kapuzinerkresse machen sie zu einer tollen Blume für Bienen! Die Phazelie, auch unter dem Namen Bienenfreund, Bienenweide oder Büschelschön bekannt, lockt mit blauvioletten Blüten Wildbienen an. Ab Juli sind die Stauden Fetthenne, Sonnenblume und Blutweiderich ideale Bienenweiden.

2. Bienen lieben Küchenkräuter!

Lavendel, Rosmarin, Thymian und Salbei blühen zu unterschiedlichen Zeiten in violett-blau – ein Magnet für Bienen! Die rosa-weißen Blüten des Oregano und auch die Korianderpflanze mit ihren weißen Blüten locken Wildbienen und andere Insekten an.

3. Bienenfreundliche Wiesen
Auch eine Blumenwiese, zum Beispiel ein Mix aus Kornblumen und Klatschmohn, bietet Insekten reichlich Nahrung und sieht zudem auch noch gut aus. Fang am besten mit einem kleinen Flecken im Garten an! Die ideale Samenmischung, es gibt sie für einjährige und mehrjährige Blumenwiesen, sollte möglichst aus einheimischen Pflanzen bestehen und am besten nicht gleichzeitig verblühen.

4. Bienen mit Nisthilfen unterstützen

Einige Wildbienen freuen sich über Nisthilfen. Aber Vorsicht: Nisthilfen mit Plexiglasröhrchen zur Beobachtung sind eher ungeeignet, da hier Pilze entstehen können. Empfehlenswert und einfach zu bauen sind Nisthölzer mit Bohrgängen für hohlraumbewohnende, solitär lebende Wildbienenarten. Am besten, du verwendest entrindetes Hartholz für den Bau.

5. „Hybridpflanzen“ meiden

Mit ihren gefüllten Blüten gaukeln die hochgezüchteten Pflanzen den Bienen nur einen Nahrungsplatz vor. Da ihre Organe zu Blütenblättern umgewandelt wurden, produzieren sie weder Pollen noch Nektar. Samen von Hybridpflanzen erkennt man an dem Aufdruck „F1“ oder „Hybride“.

6. Bienenfreundliche Sträucher

Forsythien blühen zwar wunderschön, verfügen aber weder über Staubgefäße noch über Duftsignale. Auch hier sind weder Pollen noch Nektar zu holen, die Pflanze ist unfruchtbar und bildet auch keine Früchte. Für Bienen ist diese Pflanze also eher uninteressant. Wertvollere Alternativen sind z. B. heimische Sträucher wie die Kornelkirsche.

7. Bienenfreundlich kaufen

Blumen, Stauden und Sträucher am besten in Gärtnereien kaufen, die Schädlinge auf natürliche Weise bekämpfen. Zierpflanzen aus Gartencentern sowie aus Bau- und Supermärkten sind in Europa stark mit bienengefährdenden Pestiziden belastet.

Nutztier Biene! Das Bestäuben der Bienen ist für unsere Wild- und Kulturpflanzen so wichtig, dass die Biene nach dem Schwein und dem Rind unser drittwichtigstes Nutztier ist.

 

Warum Bienen sterben

Besonders bedroht sind die Wildbienenarten. Über 500 Arten gibt es in Deutschland, von denen die Hälfte auf der Roten Liste steht. Die Faktoren, die das Bienensterben auslösen, hängen alle mit unserer Lebensweise zusammen.

  • Durch die dichte Bebauung in den Städten finden Wildbiene und Honigbiene immer weniger (blütenreiche) Nahrungsquellen.
  • Durch Monokultur in der Landwirtschaft fehlt der Biene die Varianz, die sie dringend für ihr eigenes Immunsystem benötigt. Vor allem im Herbst fehlt die Pollenvielfalt für den Wintervorrat. Die Folge: Die körpereigene Abwehrkraft der Bienen nimmt stark ab.
  • Ein starkes Immunsystem braucht die Biene übrigens auch, um sich gegen Bienenschädlinge
  • Auch der Einsatz von Pestiziden und gentechnisch manipulierte Lebensmittel gelten als verantwortlich für das Bienensterben.

 

Warum wir nicht auf Bienen verzichten können

Die Rolle der Biene als Honiglieferantin ist bekannt. Eine entscheidende und lebenswichtige Rolle spielt die Biene aber als Bestäuberin von Obst- und Gemüsepflanzen. Sie macht also einen extrem wichtigen Job. Fällt die Biene aus, wie bereits in manchen Teilen Chinas – müssen beispielsweise Obstbäume umständlich per Hand bestäubt werden. Bienen retten und Bienen schützen heißt, Bienen Nahrung anzubieten. Das schaffst du leicht, indem du einen bienenfreundlichen Garten gestaltest.

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