Apfelbäume pflanzen! Mit unserem 7-Punkte-Pflanzplan

Die beste Zeit, der perfekte Standort, der passende Baum

Wann?

Auch wenn viele Hobbygärtner das ganze Jahr über pflanzen, gilt der Herbst nach wie vor als ideale Pflanzzeit: Jetzt wachsen die Bäume am besten an und wurzeln bis zum Frühjahr gut durch. Tipp: Unbedingt einen frostfreien Tag für das Pflanzen wählen.

Wohin?

Sonnig – und nicht zu nah an Nachbars Garten. Da Apfelbäume Flachwurzler sind, solltest du Wege und Nachbargrundstücke berücksichtigen. Sogenannte Wurzelsperren verhindern, dass sich dein Baum unterirdisch zu sehr ausbreitet. Damit dein Baum auch Früchte trägt, sollte ein „Befruchter-Baum“ in der Nähe stehen. Du hast keinen Platz für einen zweiten Apfelbaum? In diesem Fall helfen „Familienbäume“. Diese Bäume tragen mehrere Apfelsorten, die sich gegenseitig befruchten. Das Pflanzetikett oder die Baumschule geben dir Auskunft, mit welchem Baum du es zu tun hast.

Was?

Für große Gärten bieten sich hochstämmige Apfelbäume an: 50‑60 qm Platz müsstest du hier einplanen.
Für kleinere Gärten sind „Halbstämme“ ideal, da sie mit einer Fläche von 30‑40 qm auskommen. Spalier- oder Säulenbäume sind perfekt, wenn du wenig Platz hast.

Nun geht es ans Pflanzen: Unser 7-Punkte-Plan hilft dir dabei

1. Ideal ist es, wenn du das Pflanzloch 4 Wochen vor dem eigentlichen Pflanzen vorbereiten kannst. Dadurch verbesserst du die Bodenbeschaffenheit beim Einpflanzen.
Das Pflanzloch sollte einen doppelt so großen Umfang wie der Wurzelballen haben.

2. Nun die ausgehobene Erde, den „Aushub“, auflockern, von Wurzeln etc. befreien und mit reifem Kompost mischen.

3. Bei trockener Erde gießen, damit das Substrat eingeschlämmt wird. So können sich die Nährstoffe setzen und werden zudem von den Bodenorganismen bestens verarbeitet.

4. Die Wurzeln des  Apfelbaums einige Stunden vor dem Pflanzen wässern, damit sie sich stärken können. Danach die Hauptwurzeln mit einer Gartenschere frisch anschneiden und so in das vorbereitete Pflanzloch einsetzen, dass die Veredelungsstelle etwa 10 cm über der Erde liegt.

5. Die Erde nach und nach einfüllen. Dabei kann ein Helfer den Baum leicht rütteln: So finden die Wurzeln ihren Platz und das Substrat wird gut verteilt.

6. Den Pfahl neben dem Stamm einschlagen und den Baum mit einem Kokosstrick auf Kronenhöhe befestigen. Kräftig angießen und die Erde festtreten.

7. Damit dein Baum seine volle Kraft in das Wachstum neuer Triebe setzen kann, alle Seitentriebe und die Spitze bis maximal zur Hälfte kürzen. Steil wachsende Zweige – in Konkurrenz zum Stamm – ganz abschneiden.

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