Aloe Vera: Viel Gesundheit im Blatt

Aloe Vera: Eine vielseitige Pflanze mit Potenzial! Als Gel spendet sie Feuchtigkeit und kann leichte Verbrennungen lindern. Als Saft hat Aloe Vera eine tolle Wirkung auf Haut und Haare. Was die Pflanze so wirksam macht, wie du sie pflegst, und warum du deine eigene Ernte niemals essen solltest, verraten wir dir hier.

Welche Aloe Vera Pflanze kaufen?

Sie ist spitz und stachlig – aber kein Kaktus. Aloe Vera zählt zu den Sukkulenten und liegt im Trend. Kaufen kannst du Aloe Vera Pflanzen online und in jedem gut sortierten Gartenfachhandel. Die Pflanzengattung Aloe umfasst über 450 Arten. Achte darauf, dass du eine echte Aloe Vera Pflanze kaufst. Nur sie besitzt die bekannten, unschlagbaren Eigenschaften. Übrigens: Bis zu 200 Wirkstoffe soll die Pflanze haben! Die wichtigsten Wirkstoffe sind Aminosäuren, Vitamine und Mineralstoffe, Kohlenhydrate, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe und Enzyme. Neben diesen Wirkstoffen, die das Wohlbefinden und den Stoffwechsel anregen sowie als Energieträger wirken, enthält die Aloe Vera auch den Wirkstoff Mucopolysaccharid Acemannan. Acemannan kann den Körper vor Viren und Bakterien schützen und das Immunsystem stimulieren.

Aloe Vera braucht viel Licht und Wärme

Aloe Vera gedeiht bestens als Zimmerpflanze auf der Fensterbank, im Sommer auf dem Balkon oder im Garten. Hauptsache, sie bekommt genug Licht und Wärme. Bei jungen Pflanzen solltest du allerdings direktes Sonnenlicht vermeiden. Da sie Wasser in ihren Blättern speichert, brauchst du also nur alle ein bis zwei Wochen gießen. Beim Gießen darauf achten, dass die Blätter kein Wasser abkriegen. Damit deine Aloe Vera schön kompakt wächst, solltest du sie im Winter seltener gießen.

Tipp: Wenn sich die Blätter braun verfärben, kann das ein Zeichen für zu starkes Licht sein. Besonders oft tritt die Braunfärbung im Frühling auf. Oft gewöhnt sich deine Pflanze an das intensivere Licht. Die Braunfärbung verliert sich dann von ganz alleine. Liegen die Blätter flach über der Erde anstatt nach oben zu wachsen, braucht sie übrigens mehr Licht.

Da deine Aloe Vera zu den schnellwachsenden Pflanzen zählt, solltest du sie alle zwei bis drei Jahre umtopfen. Du erkennst den optimalen Zeitpunkt daran, dass es in dem Topf kaum noch eine Lücke gibt, um die Pflanze richtig zu gießen. Vor dem Umtopfen die Erde gut austrocknen lassen. Mit Gartenhandschuhen die Aloe vorsichtig von unten anfassen und aus dem Topf heben. Ins neue Gefäß setzen und das Gefäß mit neuem Substrat füllen. Achte darauf, dass der Wurzelballen mit Erde bedeckt ist. Die Aloe ist eine Wüstenpflanze, in der Natur wächst sie in kargen Böden. Damit der Nährstoffgehalt nicht zu hoch ist, am besten Sukkulenten- oder Kakteenerde verwenden.

So wird das Aloe Vera Gel geerntet

Praktisch: Das Aloe Vera Gel ist bereits fertig zubereitet in den saftigen, sukkulenten Blättern enthalten! Nach Bedarf trennst du eines der unteren Blätter ab und bringst den austretenden, dickflüssigen Saft direkt auf die Haut! Anschließend kannst du das Blatt in kleine, etwa 2 cm große Stücke schneiden und im Kühlschrank lagern. So hast du immer etwas Gel griffbereit, um abends und morgens die Haut damit abzutupfen: Ein Pflegeritual mit feuchtigkeitsspendender und hautberuhigender Wirkung, auf das viele Aloe-Vera-Fans schwören.

Aloe Vera essen? Ganz klares Nein bei Eigenproduktion!

Spezielle Züchtungen wie die Aloe Vera „Sweet“, eine Sorte ohne Bitterstoffe, werden von der Nahrungsindustrie als Zusatz für gesundheitsfördernde Lebensmittel verwendet. Dazu werden die Blätter geschält, der geleeartige Kern des Blattinneren herausgenommen, gereinigt und als Zutat für Smoothies und Co verwendet. Das alles solltest du allerdings den Profis überlassen. Die Aloe Vera enthält nämlich auch Inhaltsstoffe, die Vergiftungserscheinungen auslösen können! Im Blattwerk sind giftige Anthrachinone enthalten, die vor dem Verzehr professionell entfernt werden müssen.

Möchtest du den Saft der Aloe ernten, stellst du die abgeschnittenen und gewaschenen Blätter senkrecht in ein Gefäß und wartest etwa zwei Stunden, bis der rötliche bis gelbe Saft der Blätter ausgetreten ist. Der Geruch ist übrigens gewöhnungsbedürftig, er dient der Pflanze nämlich als Schutz vor Fressfeinden. Damit deine Pflanze weiter gut gedeiht, lässt du am besten  um die 10 Blätter stehen.

Tipp: Eine Ernte ist erst dann sinnvoll, wenn deine Pflanze drei bis vier Jahre alt ist. Erst in diesem Alter hat der Saft seine Wirkstoffe voll entfaltet. Den Saft nur äußerlich anwenden. Er ist wirksam bei Sonnenbrand und Hautirritationen. In einigen asiatischen Ländern wird der Saft wie Shampoo für die Haarwäsche genutzt.Von einem Verzehr bei Eigenernte wird auch hier abgeraten. 

Aloe Vera Gelly. Aloe Vera aus dem Supermarkt

Längst gibt es überall Pflegeprodukte für Haut und Haar auf Aloe-Vera-Basis zu kaufen. Das Hautpflege-Gel „Aloe Vera Gelly“ wirbt mit dem absolut höchsten Anteil an reinster Aloe Vera. Das durchsichtige, kühlende Gel wird zum Einreiben genutzt und als feuchter Umschlag angewendet. So sollen Hautverletzungen, Sonnenbrand und Hautreizungen gelindert werden können. Auch in Shampoos, Duschgels und Seifen wird der Wirkstoff Aloe Vera verwendet.

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