4 Tipps für schönen Thymian

Thymian ist ein echter Alleskönner. Die Pflanze ist Küchen- und Heilkraut in einem – das heißt, sie schmeckt nicht nur sehr gut zu Pasta, Fisch und gegrilltem Fleisch, sondern hilft auch wirksam bei Erkältungen oder Müdigkeit. Außerdem ist Thymian schmetterlings- und bienenfreundlich – und somit ein einfaches Mittel für mehr Artenvielfalt. Damit du besonders lange etwas von deinem Thymian hast, geben wir dir hier vier praktische Tipps rund ums Pflanzen und Pflegen.

Tipp 1: Thymian richtig pflanzen

Echter Thymian wird zwischen 10 und 50 Zentimeter hoch und mindestens genauso breit. Plane das unbedingt ein, bevor du das Kraut pflanzt. Außerdem solltest du darauf achten, stets einen Abstand von 25 Zentimetern zu anderen Pflanzen einzuhalten.

Thymian wird häufig im Topf angeboten und im späten Frühjahr ins Beet gepflanzt. Setze die Pflanzen so tief ein, wie es der Wurzelballen im Topf vorgibt. Natürlich kannst du Thymian auch aussäen – schnellere Erfolge erreichst du aber, wenn du Thymian als Jungpflanze direkt beim Gärtner kaufst. Denn: Vom Keimling bis zur fertigen Pflanze benötigen mehrjährige Kräuter wie Thymian in der Regel ein bis zwei Jahre.

Tipp 2: Die richtige Sorte aussuchen

Spätestens beim Kauf wirst du feststellen, dass es verschiedene Thymian-Sorten gibt, die sich in Wuchshöhe, Aussehen und Geschmack deutlich unterscheiden.

Grundsätzlich hast du die Wahl zwischen milden und zitronigen Aromen sowie zwischen niedrig- und hochwachsenden Sorten. Der sogenannte „Kopfige Thymian“ (Thymus capitatus) wird zum Beispiel bis zu 50 Zentimeter hoch. Falls du Thymian eher als Bodendecker nutzen möchtest, solltest du daher auf Sorten achten, die den Namen „Thymus praecox“ tragen. Diese wachsen besonders flach, polsterartig und sind teilweise sogar trittfest. Als mehrjährige Bodendecker halten sie ungewollte Beikräuter effektiv fern – und sparen dir langfristig eine Menge Aufwand in deinem Garten.

Tipp 3: Auf Standort und Boden achten

Sonne, Sonne, Sonne: Egal ob du Thymian im Beet oder im Kübel kultivierst, ein voll sonniger und warmer, geschützter Platz ist ideal und sorgt für eine lange Blütenperiode. Was den Boden betrifft ist Thymian hingegen sehr anspruchslos: Da er sogenannte Pfahlwurzeln ausbildet, ist ein lockerer, sandiger Boden perfekt. Außerdem sollte das Substrat nährstoffarm sein.

Vorsicht: Achte unbedingt auf die Wahl der benachbarten Pflanzen: Thymian verträgt sich gut mit Koriander, Fenchel, Zitronenmelisse, Estragon, Borretsch und Bohnenkraut. Keine gute Idee ist es hingegen, Thymian direkt neben Majoran zu setzen. Der einjährige Majoran wird in der Regel vom Thymian dominiert und in seinem Wachstum gehemmt.

Tipp 4: Thymian schneiden und verjüngen

Thymian sät sich selbst aus! Im Anschluss an die Blüte bildet Thymian eiförmige Nüsschen, die runde Samen enthalten. Wenn der Platz in deinem Beet knapp ist, solltest du die Blütenstände rechtzeitig kürzen. Möchtest du aber, dass sich deine Pflanze ausbreitet, kappst du Blütenstände am besten erst im Frühjahr.

Ein Verjüngungsschnitt hilft deinem Thymian, blühfreudig und aromatisch zu bleiben. Gleichzeit verhinderst du, dass die Pflanze von innen her verkahlt. Schneide den Thymian hierzu im Frühjahr um etwa zwei Drittel zurück – achte dabei darauf, dass du nicht in die alten, verholzten Triebe schneidest und dass noch grüne Knospen am Thymian zu sehen sind! Ein zweiter Schnitt nach der Blüte sowie das Versetzen an einen neuen Standort alle zwei bis drei Jahre hält deinen Thymian kompakt und blühfreudig.

Gut zu wissen: Bodendecker bleiben in der Regel auch ohne Rückschnitt vital.

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